Veranstaltungs-Tipp: Energiewende für Eigenheimbesitzer selbstgemacht – „fossilfrei“ leben ist möglich.

Tobias Heinze gibt einen Einblick in die Renovierung eines Einfamilienhauses.

Aus einem Altbau wird mit viel Engagement ein CO2-neutrales neues Zuhause mit Wärmepumpe, Photovoltaik, Stromspeicher und Sonnentankstelle für die Elektromobilität. Die Unabhängigkeit von den fossilen Brennstoffen ist vollständig umgesetzt.

Vielleicht erhalten Sie den ein oder anderen Tipp, um Ihre ganz persönliche Energiewende zu starten, auf mittlere Sicht nicht nur ein Gewinn für die Umwelt.

14. September 2022, 19 Uhr

Kramerstr. 5, Lemgo – Haus Wippermann, Raum 010

Veranstalter: BUND Kreisgruppe Lippe, VHS Detmold-Lemgo  

FOTO: (Abbildung des Referenten Tobias Heinze,) Quelle: Privat.

Freitag 9.9. um 9 Uhr zweiter Gerichtstermin gegen VW am Landgericht Detmold

Am Freitag 9.9. um 9 Uhr findet der zweite Gerichtstermin in der Klimaklage des lippischen Landwirtes Ulf Allhoff-Cramer gegen VW am Landgericht in Detmold statt.

Greenpeace, der BUND und andere laden dazu ein, den Prozessbeginn am Freitagmorgen mit einem „stillen Protest“ zu begleiten.

Ulf Allhoff-Cramer will gerichtlich erzwingen, dass Volkswagen nur noch Elektroautos baut, denn .. er habe auch deshalb in den vergangenen Jahren weniger Futtergras geerntet, weil Volkswagen so viele Autos gebaut und damit die Folgen des Klimawandels verschärft habe. Auch die Bäume seines Waldes litten schon seit Jahren unter den Emissionen.

Ulf Allhoff-Cramer schreibt:

„Die Situation mit der Dürre spitzt sich für viele Höfe inzwischen auf kaum noch erträgliche Weise zu. Unser  Land verbrennt und viele Bauern sind in  Not. Wir haben immer Erntewetter, aber nichts mehr zu ernten. Wir können mal ein Dürrejahr bewältigen, aber nicht 4 Dürrejahre innerhalb von 5 Jahren. Deutschland hat sich von einem fruchtbaren und wasserreichen Land zu einem Hochrisikostandort entwickelt.

Wer das unterstützen möchte, kann das au dieser Seite von Greenpeace tun:

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Aktionsbündnis: Detmolder Westen – Teilnahme an UN-Dekade-Wettbewerb mit „Oetternbachland“

Mit dem Projekt Oetternbach – Moor, Land, Kultur, kurz: „Oetternbachland“ hat sich das „Aktionsbündnis: Schützt Menschen und Tiere im Detmolder Westen e.V.“ im Juni 2022  bei dem UN-Dekade-Projektwettbewerb zum Ökosystem-Komplex „Kultur- und Agrarlandschaften“ beworben. Es geht darum Natur- und Kulturflächen, vor allem Moore und Feuchtgebiete zu erweitern und zu erhalten.

Das Engagement des Aktionsbündnis fußt auf der Idee eines Biotopverbundes in Detmold, welches Hans-Dieter Wiesemann begonnen hatte. Wiesemann entdeckte Defizite bei den Schutzgebieten der Landschaftspläne. Schmale Abgrenzungen, oft fehlende Pufferzonen gegenüber angrenzenden Strukturen, wie Bebauung oder konventionell bewirtschaftete Ackerböden, beeinträchtigen die Schutzgebiete. Zu großer Entfernungen zwischen den Schutzgebieten erschweren oder verhindern Wanderbewegungen von Tieren und Pflanzen, die notwendig sind. Kurz, es fehlte an Abstand und eine Vernetzung. So begann Wiesemann bereits in den 80er Jahren die Biotope zu verbinden. Für sein langjähriges Engagement erhielt er u.a. 2016 das Bundesverdienstkreuz (s.u.). 

Der Erhalt von Kultur- und Ackerflächen ist mit Schwierigkeiten behaftet, da im Kreis Lippe viele Ackerflächen bereits in den 70er Jahren für die Bebauung mit Gewerbe- und Industrieflächen vorgesehen wurden. In 50 Jahren haben sich die Zeiten aber grundsätzlich geändert. In den 70er Jahren dachte noch niemand über den Klimawandel mit Hitzewellen, Starkregenereignissen und Ernteeinbußen nach. Jetzt sind wir damit konfrontiert und suchen dringend nach Lösungen.

Die Lösungen liegen in der Natur selbst. Nicht umsonst werden Bäche renaturiert und versiegelte Flächen entsiegelt. „Diesem Zeitgeist folgt auch Detmold, aber er ist noch erweiterungsfähig.“, sagt Helmut Krüger als Vorsitzender vom Aktionsbündnis.

Die LZ berichtet am 9. Juli 2022 über die Teilnahme:

https://www.lz.de/lippe/detmold/23301289_Aktionsbuendnis-Detmold-nimmt-an-UN-Dekade-Projektwettbewerb-teil.html

Bundesverdienstorden für den Detmolder Hans-Dieter Wiesemann

Hans-Dieter Wiesemann, Garten- und Landschaftsarchitekt und Biologe.  

Seit 1983 engagiert sich Wiesemann im Naturschutzbund Deutschland (NABU). 1998 begann er den „Rolfschen Hof“ , in Berlebeck mit 15 Hektar Land zu einer Umweltbildungsstätte umzubauen, die 2005 eröffnet wurde. Die „Staff-Stiftung“ in Lemgo für Natur- und Landschaftsschutz war überzeugt von dem Projekt, erwarb die Hofanlage und überließ sie dem NABU für die Umweltbildungsstätte. Jährlich besuchen rund 3.000 Kindern, Jugendliche und Erwachsene den Hof. Zudem gehörte Wiesemann von 1990 bis 2014 dem Vorstand des NABU Kreisverbandes Lippe an. 1985 wurde er in den Beirat der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Lippe gewählt. Von 1994 bis 2006 war Mitglied des Landschaftsbeirates bei der Bezirksregierung Detmold als höhere Landschaftsbehörde. Anfang der 1990er Jahre engagierte er sich zusätzlich in der Ortsgruppe BUND Detmold und wurde 2009 stellvertretender Vorsitzende. Wiesemann ist langjähriges Mitglied im Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe, im Förderverein Nationalpark Senne und im Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld und Umgebung. 

Sein jahrzehntelanger Einsatz für den Naturschutz wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt: 

·         Umweltpreis Stadt Detmold 1989 sowie 2004. 

·         NABU Silber 1996, NABU Gold 2014.

·         Bundesverdienstkreuz  am Bande 2016. 

·         Dauerhaft geltende Jubiläums Ehrenamtskarte des Landes NRW für mehr als 25 Jahre Naturschutzengagement. 

·         Aktuell, im Juni 2022 die Jubiläums Ehrenamtskarte NRW sowie eine Urkunde des Kreises Lippe (am 05.07.2022) für mehr als 30 Jahre (tatsächlich 39 Jahre) ehrenamtliches Engagement im Naturschutz in Lippe. 

Presse

28.09.2016: Schaumburger Wochenblatt » Jahrzehntelanges Engagement für die Natur – Bundesverdienstorden für den Detmolder Hans-Dieter Wiesemann (schaumburger-wochenblatt.de)

20.09.2016: Bundesverdienstorden für Hans-Dieter Wiesemann aus Detmold  | Lippe News (lippe-news.de)

21.01.2011: Naturschützer: Arten verschwinden in Lippe, und keiner merkt‘s | Lokale Nachrichten aus Lippe – LZ.de

Horn- Bad Meinberg: Intransparentes Amazon Projekt 

Der Industriepark Lippe wird auf der Website der Stadt Horn-Bad Meinberg wie folgt beworben: „Produktion und Logistik 24 Stunden am Tag – 7 Tage die Woche

Die Bürger*innen sind sauer. Sie erhalten die Informationen zum Industriepark Lippe nur bruchstückhaft und unvollständig. Das gesamte Verfahren erscheint intransparent. Deshalb wurden Beschwerden eingereicht, beim Stadtrat und der Kommunalaufsicht. Die Antworten stehen aus. Der nachfolgende Artikel berichtet über einen Beschluss zu den Ausgleichsflächen, der schon am 9.12.2021 gefasst und nun wiederholt und noch einmal gefasst wurde. Eine vertrauensbildende Maßnahme der politisch Verantwortlichen? Oder Doppelgemoppelt hält besser, weil der erste Beschluss fehlerbehaftet und/oder rechtswidrig war? Warum, dieses Vorgehen? Man weiß es nicht genau. In der Beschlussvorlage zu dem zweiten Beschluss heißt es „zur Erhöhung der Transparenz und Rechtssicherheit“. Dadurch wird der gesamte Vorgang für die Bevölkerung nicht klarer und durchsichtiger, denn Näheres wird nicht gesagt.

UNO-Behörde angerufen

Unterstützer der Initiative „Beller Feld“ haben den Exekutivsekretär des Sekretariates des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (UNEP/EUROBATS) angeschrieben. Die von der Stadt Horn-Bad Meinberg anversierte Ackerfläche, mit angrenzenden Altbaumbeständen, für den Bau eines Amazon-Logistik-Zentrums, scheint immer weniger für die Bebauung geeignet zu sein. Neben anderen geschützten Arten findet sich hier die Bechsteinfledermaus. Sie gehört zu der Gattung der Mausohren (Myotis) und ist benannt nach Johann Matthäus Bechstein, der sich bereits im frühen 19. Jahrhundert für einen Schutz von Fledermäusen einsetzte. Bechsteinfledermäuse sind sehr standorttreu und wenig wanderfreudig. Die weiteste bisher ermittelte Wanderstrecke wird mit 35 Kilometern angegeben, ist auf der Website von NABU zu lesen. Umsiedlungen sind deshalb kaum möglich umzusetzen. Die UNO-Behörde zum Fledermausschutz wurde nun um Stellungnahme zu dem Bebauungsvorhaben gebeten.

Hier der Brief im Wortlaut

UNEP/EUROBATS Sekretariat UN Campus
Platz der Vereinten Nationen 1 D-53113 Bonn

Schieder-Schwalenberg, den 13. November 2021

Betreff: Klimanotstand im Kreis Lippe – Stadt erwägt gigantische Flächenversiegelung für Amazon-Logistikzentrum
Heimat der Bechsteinfledermaus

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Stadtrat der Gemeinde Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe in Nordrhein- Westfalen möchte gegen den Willen der Bevölkerung ein Logistikzentrum des Amazon-Konzerns ansiedeln.

Seit Juni 2020 haben sich empörte Bürger*innen der Umgebung zusammengefunden und die „Aktionsgruppe Beller Feld“ gegründet. Der Name ergibt sich aus der Gemarkung – das sog. „Beller Feld“ ist eine bis dato agrarisch genutzte Fläche von höchster Bodenqualität zwischen dem Bad Meinberger Ortsteil Belle und dem Ortsteil Wöbbel der Stadt Schieder-Schwalenberg. Beide gehören zum Kreis Lippe, welcher sich zwischen dem Naturpark Teutoburger Wald und dem Weserbergland in kaum industrialisierter, überwiegend landwirtschaftlich genutzter naturnaher Kulturlandschaft befindet (Hermannsdenkmal, Externsteine, Weltkulturerbe Kloster Corvey u.a.).

Die Aktionsgruppe Beller Feld wendet sich entschlossen und energisch gegen die geplanten Ansiedlungspläne.

Die Pläne der Stadt Horn-Bad Meinberg beziehen sich auf eine 35 ha große, seit Jahrhunderten agrarisch genutzte zusammenhängende Fläche von höchster Bodenqualität (bis zu 80 Bodenpunkte) und mit sehr guter Wasserhaltung.
Ab 55 Bodenpunkten gilt der Boden als wertvoll. Die Versiegelung und damit endgültige Zerstörung von so wertvollem Ackerboden ist insbesondere angesichts des Klimawandels und des ohnehin viel zu hohen Flächenverbrauchs in Deutschland unverantwortlich!

Die Bundesregierung hat erklärt den zügellosen Flächenverbrauch durch die Kommunen zu reduzieren.
Die Ratsfrauen und -herren der Stadt Horn-Bad Meinberg ignorieren diese Maßgabe der Bundesregierung, denn sie erhoffen sich gerade von Amazon, dem bekanntlich erfolgreichsten Steuervermeider der Welt, u.a. beträchtliche Steuereinnahmen.

Des Weiteren hat am 7. Oktober 2019 der Landrat des Kreises Lippe den Klimanotstand ausgerufen. Auch das streicht am Rathaus in Horn vorbei.

Nach drei Dürresommern hintereinander, muss dieser Notstand auch Konsequenzen nach sich ziehen.
Zitat des damaligen Bürgermeister Herrn Block: „Im Beller Feld würde man alles ansiedeln – nur kein Logistikunternehmen!“
Die Ackerflächen, auf denen das Logistikzentrum entstehen soll, gehören zu den besten im Land. Auf diesen Böden lassen sich auch in trockenen Sommern aufgrund der hervorragenden Wasserhaltung gute Erträge erzielen. Bei den Hitzeperioden der letzten Jahre lohnt der Getreideanbau auf sandigen Böden bereits nicht mehr. Da die Wissenschaftler häufigere Dürren für die Zukunft voraussagen, sind gute Böden dringend zu erhalten.

Obwohl der Bebauungsplan noch nicht genehmigt ist, wurden auf dem gesamten Areal im Frühjahr Vergrämungsmaßnahmen gegen die Feldlerchen angebracht. Händeringend versucht die Stadt Ausgleichsflächen in entsprechendem Umfang zur Verfügung zu stellen, was ihr offensichtlich recht schwerfällt.

Die Artenschutzmaßnahmen für das bereits bestehende Industriegebiet wurden auf den Flächen durchgeführt, die jetzt zerstört werden sollen.

Wo finden diese Artenschutzmaßnahmen dann statt?

Wer Ackerflächen erhält, handelt nachhaltig. Und genau das muss angesichts der heraufziehenden global-ökologischen Katastrophe Ziel allen vernünftigen politischen Handelns sein.

Darüber hinaus ist der Amazon-Konzern nicht gerade für eine ökologische Unternehmensphilosophie bekannt. So ist das zu erwartende Verkehrsaufkommen fernab jeder Autobahn – die nächste Autobahn ist ca. 30 km entfernt – für die jetzt schon stark belasteten Bundes- und Landstraßen der Umgebung unvorstellbar.

Die geplante Amazonhalle soll viergeschossig werden und hat eine Fläche von 320*180 Meter und eine Höhe von 28 Meter. In dem Zentrum sollen zwischen 1000 und 1600 Menschen in einem Dreischichtbetrieb zwischen 0:00 und 24:00 Uhr arbeiten. Täglich werden bis zu 220 LKW entladen und sogleich wieder beladen für die Fahrt in ein Sortierzentrum. Das sind dann 440 Fahrten von LKW durch unsere Dörfer, die ohnehin schon eine hohe Verkehrslast ertragen müssen. Hinzukommen die über 2000 An- und Abfahrten der Beschäftigten mit privaten PKW rund um die Uhr. Das Areal wird 24 Stunden taghell sein.

In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lippe wurde ein Kartierkonzept zur Erfassung planungsrelevanter Vogel-, Fledermaus- und Amphibienarten erstellt.
Zur Erfassung der Fledermäuse wurde eine Höhlenbaumkartierung und akustische Erfassungen Mittels Ultraschalldetektor an insgesamt acht Terminen im Zeitraum April bis September 2020 vorgenommen. Die Kartierung hatte zum Ziel, etwaige Fledermausquartiere und Aktivitätszentren festzustellen.
Dabei wurde die seltene Bechsteinfledermaus entdeckt.

Wir bitten Sie, als Exekutivsekretär des Sekretariates des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (UNEP/EUROBATS) für den Erhalt der Bechsteinfledermaus im Beller-Feld zu kämpfen.

Um Rückantwort wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

Aktionsgruppe Beller-Feld www.beller-feld.de

Gemeinsamer Antrag an die Stadt- und Gemeinderäte im Kreis Lippe, den Kreistag Lippe und den Regionalrat der Bezirksregierung Detmold.

Elf Umwelt-Initiativen fordern von Räten und Kreistag mehr Tempo, um die Klimaziele zu erreichen.

Download des gemeinsamen Antrags

Download LZ Artikel

Die LZ berichtet darüber in einem Artikel am 1. Oktober 2021.

Inzwischen haben viele lippische Gemeinden und der Kreis Lippe zugesagt, sich mit den Forderungen in Sitzungen der Umwelt- und Verkehrsausschüsse zu befassen.

Deutschland 2050 – Klimawandel macht auch vor Lippe nicht halt

26.08.2021 (ah) Toralf Staud  freier Journalist und Buchautor in Berlin, geboren in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) und Nick Reimer Journalist und Buchautor in Berlin, geb. in Meißen (Freistaat Sachsen) schauen mit ihrem Buch „Deutschland 2050“ (erschienen im Mai 2021 bei Kiepenheuer&Witsch; derzeit 3. Platz auf der Spiegel-Bestsellerliste) in die Zukunft.

Am 21.08.2021 stellte Staud sein Buch in Detmold vor. Der Lippischen Landes-Zeitung erklärte er was der Klimawandel in Lippe bewirkt bzw. bewirken wird: 

• Das Klima in Lippe hat sich in den letzten 30 Jahren bereits um 1 Grad erwärmt. Bis Mitte des Jahrhunderts wird die Temperatur noch mal um 1,8 Grad steigen.
• Tropennächte, Extremwetter nehmen zu, Gesundheitsgefahren, besonders für ältere Menschen, steigen.
• Bereits heute leiden 17.000 Menschen (5% der Bevölkerung) in lippischen Städten unter Hitzestress, 2050 werden es 100.000 (29%) sein.
• Nachhaltiger Landregen, der in den Boden einsickert, bleibt aus und wird durch Starkregen, der Ernten verwüstet, abgelöst.
• Harmlose Bäche können zu tödlichen Fluten werden.
• Die Waldbrandgefahr in Lippe steigt.
• Die Tiere, u.a. Milchkühe, in der Landwirtschaft geben bei Hitze kaum Erträge. Ställe müssen klimatisiert werden.
• Der Winterweizen ist der Verlierer des Klimawandels.
• Der Grundwasserspiegel sinkt auch in Lippe.

Staud erklärte u.a.: Klimaschutz ist nicht teuer und kostet Arbeitsplätze, sondern kann neue Stellen schaffen. Was teuer ist und werden wird, sind die Folgen des Klimawandels, z.B. kostete die Flutkatastrophe allein im Ahrtal 5 Milliarden Euro. Die Wirtschaft ist weiter als die Politik. Der Chef der des Bundesverbandes der Industrie Siegfried Russwurm sagt: „Die Pläne für klimaschonende Technologien liegen längst in der Schublade. Es fehlen klare politische Vorgaben.“ 

Am 9.08.2021 gab Ministerpräsident Armin Laschet in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags bekannt, dass allein in Nordrhein-Westfalen sich die Schäden durch das Unwetter Mitte Juli nach ersten Schätzungen auf mehr als 13 Milliarden Euro belaufen. Die Schäden in Rheinland-Pfalz seien mindestens ebenso hoch. Am 25.08.2021 hat der Bundestag über Finanzhilfen für die von der Flut betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beraten. Bund und Länder wollen bis zu 30 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Die traurige Bilanz, die durch kein Geld der Welt abgegolten werden kann: 135 Tote in Rheinland-Pfalz, 49 Tote in NRW (Stand 25.08.2021).

Demo und Kundgebung „Mobilitätswende Jetzt“ am 28. August in Detmold

Demo und Kundgebung "Mobilitätswende Jetzt" am 28. August in Detmold

Mehrere Hundert Teilnehmer | innen kamen zur Kundgebung und Demo in Detmold. Es herrschte Aufbruchstimmung angesichts der Klimakrise. Die Redner stellten Enttäuschung über unzureichende politische Maßnahmen heraus, aber auch Entschlossenheit, aus der Zivilgesellschaft heraus die Politik zum Handeln zu bewegen. Birgit Reher vom BUND machte deutlich, wie sehr es für das Ziel einer Halbierung der Treibhausgase bis 2030 auf den Verkehrssektor ankommt. Nach den Voträgen von Lippe for Future, der Initiative „Radentscheid Detmold“, „Klimaappell-Bauernverbaende.de“ und anderen fuhren die Teilnehmer auf einer für die Demo gesperrten Route zweimal um die Detmolder Innenstadt, begleitet von Gesang, Megaphon-Reden, Klingeln und Trillerpfeifen.